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IAS (International Accounting Standards)
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Internationale Rechnungslegungsstandards, die durch die International Financial Reporting Standards (IFRS) ersetzt wurde.
IAS sind internationale
Rechnungslegungsstandards, nach denen viele Unternehmen ihre
Jahres- und Zwischenabschlüsse erstellten, bevor sie durch die IFRS
ersetzt wurden.
Verwandte Begriffe
IFRS (International Financial Reporting Standards)
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iBoxx-Indizes
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Echtzeit-Indizes für festverzinsliche Staatsanleihen, staatlich garantierte Anleihen, besicherte Anleihen und Unternehmensanleihen.
Die iBoxx®-Indizes bilden die
europäischen Rentenmärkte ab und erleichtern Marktteilnehmern die
Beurteilung der internationalen Rentenmärkte. Die Preise der
iBoxx®-Indizes werden minütlich über die Systeme der Datenanbieter
verteilt und erhöhen damit die Transparenz und Liquidität im
Anleihemarkt. Die Indexfamilie setzt sich aus den iBoxx
Liquid-Indizes, den iBoxx Benchmark-Indizes, den
iBoxx £-Liquid-Indizes und den iBoxx £-Benchmark-Indizes zusammen.
Die iBoxx®-Indizes werden aus den Mittelwerten der Kursangaben von
unabhängigen Kursanbietern berechnet.
Die iBoxx €-Indexfamilie beinhaltet Echtzeit-Indizes für
festverzinsliche Staatsanleihen (in Euro oder einer Währung der
Eurozone ausgegeben), staatlich garantierte Anleihen, besicherte
Anleihen und Unternehmensanleihen. Die iBoxx £-Indexfamilie bildet
den Markt der staatlich garantierten Anleihen, besicherten
Anleihen, festverzinslichen Staatsanleihen und Unternehmensanleihen
in britischen Pfund ab.
Die iBoxx Liquid-Indizes umfassen eine Auswahl der liquidesten
Anleihen aus den jeweiligen iBoxx Benchmark-Indizes. Die Preise der
Anleihen werden von ABN AMRO, Barclays Capital, BNP Paribas,
Deutsche Bank, Dresdner Kleinwort Wasserstein, Morgan Stanley,
JPMorgan, HSBC, RBS, Goldman Sachs und UBS Warburg in Echtzeit
geliefert. Die Deutsche Börse konsolidiert als unabhängiger
Indexanbieter die Preise und berechnet und verteilt die
Indizes.
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Iceberg-Order
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Limitierter Kauf- oder Verkaufsauftrag, bei dem nur ein kleiner Teil des Orderbuch-Volumens ersichtlich ist.
Bei Iceberg
Orders ist das tatsächliche Volumen im offenen Orderbuch nicht
ersichtlich, sondern nur ein kleiner Teil davon, sozusagen die
Spitze des Eisbergs. Wenn beispielsweise ein Händler für sein
Kreditinstitut 100.000 Aktien verkaufen möchte, so stellt er
mittels Iceberg-Order 10.000 Stück auf die Verkaufsseite. Wenn
diese verkauft sind, kommen automatisch die nächsten 10.000 Aktien
an die Reihe, solange bis alles veräußert ist.
Iceberg-Orders werden vor allem von institutionellen Anlegern wie
z.B. Banken und Versicherungen, genutzt, um starke Kursbewegungen
in die gegenläufige Richtung, die eine große Order im offenen
Orderbuch auslösen kann, zu vermeiden.
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ifo-Geschäftsklimaindex
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Konjunkturfrühindikator für die deutsche Wirtschaft.
Die Zahlen des Instituts für
Wirtschaftsforschung (ifo) sind ein viel beachteter Frühindikator
für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Monatlich
befragt das Münchner Institut über 7.000 Unternehmen zu ihrer
Einschätzung der konjunkturellen Lage und ihrer kurzfristigen
Planung.
Der Bogen besteht aus insgesamt 20 Fragen. Die Unternehmen werden
befragt zu ihrer gegenwärtigen Geschäftslage (Auswahlmöglichkeit:
gut, befriedigend oder schlecht), ihren Geschäftserwartungen für
das kommende halbe Jahr (Auswahlmöglichkeit: günstiger, gleich
bleibend oder ungünstiger), der Nachfragesituation
(Auswahlmöglichkeit: verbessert, nicht verändert oder
verschlechtert) und der Zahl ihrer Beschäftigten
(Auswahlmöglichkeit: zunehmend, gleich bleibend, abnehmend)
Daneben existieren noch Fragen, welche sich je nach Wirtschaftslage
ändern, wie zum Beispiel die Frage im Hintergrund der Finanzkrise
ab 2007 nach der Bereitschaft der Banken bezüglich einer
Kreditvergabe.
Die Antworten werden nach einer komplizierten Formel gewichtet und
auf die Basis 100 bezogen. Bei einer durchschnittlich neutralen
Einschätzung des Geschäftsklimas erreicht der Index einen Stand von
100, bei einer schlechteren Einschätzung einen Stand darunter und
bei einer besseren einen Indexstand über 100.
Der Indikator wird jeweils am letzten Dienstag eines Monats
veröffentlicht.
Aktuelle Daten der Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex
finden Sie auch auf boerse-frankfurt.de
Verwandte Begriffe
Konjunkturindikatoren
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IFRS (International Financial Reporting Standards)
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Vom International Accounting Standards Board (IASB) entwickelte internationale Rechnungslegungsstandards.
IFRS(International Financial Reporting Standards) sind
internationale Rechnungslegungsstandards, nach denen viele
internationale Unternehmen ihre Jahres- und Zwischenabschlüsse
erstellen. In zahlreichen Ländern ist die Bilanz nach IFRS für
Kapitalgesellschaften Pflicht.
Ziel der Anwendung von internationalen Bilanzstandards ist die
Vergleichbarkeit von ausgewiesenen Ertragszahlen in den
verschiedenen Geschäftsberichten. US-Amerikanische Unternehmen
bilanzieren auch nach US-GAAP (United States Generally Accepted
Accounting Principles). Deutsche Unternehmen nutzten früher das
HGB, dieser Standard findet aber bei international agierenden
Unternehmen hierzulande kaum noch Anwendung.
Unternehmen, die dem Recht eines Mitgliedsstaats der Europäischen
Gemeinschaft unterliegen und deren Wertpapiere zum Handel in einem
geregelten Markt in einem der Mitgliedstaaten zugelassen sind,
müssen ihre konsolidierten Abschlüsse seit 2005 nach IFRS
aufzustellen.
Der deutsche Gesetzgeber hat mit dem Bilanzrechtsreformgesetz
(BilReG) die Verpflichtung zur Anwendung der IFRS auch auf die
Unternehmen ausgedehnt, deren Wertpapiere zwar noch nicht gehandelt
werden, die sich aber im Zulassungsprozess befinden. Alle anderen
Gesellschaften, die nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) verpflichtet
sind, einen Konzernabschluss zu erstellen, können diesen entweder
nach dem HGB oder nach den IFRS erstellen.
Verwandte Begriffe
US-GAAP
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Im Geld (Optionsscheine)
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Charakterisierung einer Option, deren Ausübungspreis unter (bei einem Call) oder über (bei einem Put) dem aktuellen Kurs des Basiswertes liegt.
Liegt der Ausübungspreis einer
Option oder eines Optionsscheines zum Betrachtungszeitpunkt unter
dem aktuellen Preis des Basiswert (Call), bzw. darüber (Put),
befindet sich die Option oder der Schein im Geld
Die positive Differenz zwischen Basispreis und Kurs des Basiswertes
entspricht dem inneren Wert der Option, der bei Ausübung realisiert
werden kann.
Verwandte Begriffe
Am Geld
Aus dem Geld (Optionsscheine)
Option
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Immo Index
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Barometer für die Kursentwicklung von Immobilienunternehmen im deutschsprachigen Raum.
Der Immo Index der Deutschen Börse
bildet die Performance der zehn größten Immobilienaktien der Länder
Deutschland, Österreich und Schweiz ab. Die Firmen im Index werden
ausgewählt aus allen Unternehmen, die selbst Immobilienbestände
besitzen oder als Dienstleister in diesem Sektor tätig sind. Dabei
wird die Anzahl der Unternehmen, die ausschließlich finanzieren,
begrenzt. Kriterium für die Aufnahme ist die Marktkapitalisierung.
Außerdem sind mindestens zwei Unternehmen je Land vertreten. Die
Zusammensetzung wird jährlich im September überprüft und die
Gewichtung vierteljährlich angepasst – beides zu den
Anpassungsterminen der anderen Auswahlindizes.
Aktuelle Daten und Informationen über die im Index enthaltenen
Aktien sowie zugehörige Anlage- und Hebelprodukte finden Sie auf
boerse-frankfurt.d
e im Bereich Indizes.
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Implizite Volatilität
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Maß für die erwarteten Kursschwankungen eines Wertpapiers oder eines ganzen Marktes.
Historische Volatilität
Volatilität
VDAX-NEW
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iNAV (indikativer Nettoinventarwert)
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Aktueller Näherungswert eines Fondsvermögens von ETFs im Handelsverlauf.
Für ETFs, den börsengehandelten
Indexfonds im Xetra-Handel, wird während der Handelszeit mindestens
einmal pro Minute der indikative Nettoinventarwert, kurz iNAV®
(Abkürzung für den englischen Begriff
'Indicative Net Asset Value') berechnet.
Zur Berechnung des iNAV® wird das aktuelle Fondsvermögen auf Basis
der Kurse der Einzelpositionen im Fondsportfolio ermittelt. Die
täglich aktualisierte Zusammensetzung, die die Fondsgesellschaften
täglich veröffentlichen, fließt in die Berechnung mit ein. Zu den
Einzelpositionen des Fondsportfolios werden außerdem die Barmittel
des Fonds addiert. Das so berechnete Fondsvermögen geteilt durch
die Zahl der im Umlauf befindlichen Fondsanteile ergibt den
iNAV-Wert.
Die aktuellen iNAV-Werte finden Anleger bei boerse-frankfurt.de auf
den Datenblättern der ETFs.
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Index
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Statistisches Instrument, das die Entwicklung von Preisen und Mengen abbildet.
Indizes sind statistisch
berechnete Größen, die die Entwicklung einer bestimmten Gruppe von
Wertpapieren messen. Indizes gibt es für alle Arten von
Wertpapieren und Rohstoffen sowie für viele Branchen,
Anlagestrategien und Regionen weltweit.
DAX ist der bekannteste deutsche Aktienindex, der von der Deutschen
Börse berechnet wird. Der Leitindex für den deutschen Aktienmarkt
umfasst die 30 größten und handelsumsatzstärksten Unternehmen aus
Deutschland, die an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet sind.
Die Deutsche Börse AG berechnet über 3.000 Indizes.
Überblick, aktuelle Marktdaten und Index-Zusammensetzungen sowie
Index-Regeln finden Sie auf www.boerse-frankfurt.de/indizes
.
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Index-Zertifikat
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Verbriefte Anlageprodukte, die unmittelbar an die Entwicklung eines Index gekoppelt sind.
Bei Index-Zertifikaten
partizipieren Anleger eins zu eins an der Entwicklung eines Index,
ohne die zugrunde liegenden Aktien tatsächlich zu kaufen. Jedes
Index-Zertifikat weist ein bestimmtes Bezugsverhältnis aus (z. B.
1:10 oder 1:100), das den Wert des Zertifikats im Verhältnis zum
Indexstand definiert. Ist das Bezugsverhältnis eines
DAX-Zertifikats beispielsweise 1:100, müsste der Anleger bei einem
DAX-Stand von 6.000 für das Zertifikat 60 Euro plus eine geringe
Provision zahlen, die der Emittent als Marge verdient.
Bei Index-Zertifikaten, die sich auf einen Aktienindex außerhalb
des Euroraums beziehen, müssen Anleger das Währungsrisiko
einbeziehen. Zudem sollten Anleger beachten, ob es sich beim
Underlying um einen Performance- oder einen Kursindex handelt. Bei
einem Performance-Index fließen sämtliche Dividenden und Erlöse aus
Bezugsrechten in den Indexstand mit ein. Im Gegensatz dazu zeichnen
Kursindizes die reine Entwicklung der Aktien und somit auch die
nach Dividendenzahlungen üblichen Kursabschläge nach.
Alle an der Börse Frankfurt gehandelten Index-Zertifikate finden
Anleger auf www.boerse-frankfurt.de/zertifikate
.
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Indexfonds
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Fonds, die einen Börsenindex nachbilden und deren Anteile wie einzelne Aktien an der Börse fortlaufend gehandelt werden.
Indexfonds sind an einen Vergleichsindex gekoppelt, dessen
Wertentwicklung sie nachvollziehen, sie sind also keine aktiv
verwalteten Fonds. Dividenden werden meist zu mehreren Terminen an
die Anteilseigener ausgeschüttet. Die Verwaltungskosten eines
Indexfonds sind im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds gewöhnlich
niedriger. Gegenüber Einzelaktien bieten Indexaktien den Vorteil
einer breiten Risikostreuung. Im Vergleich zu Indexzertifikaten ist
die Laufzeit unbegrenzt; das Emittentenrisiko entfällt.
ETFs sind eine Sonderform der Indexfonds und werden auf der
vollelektronischen Handelsplattform Xetra® gehandelt.
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Indikativer Preis
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Mittelpunkt zwischen Geld- und Brieftaxe im Handel ohne Spread für Privatanleger; Preis, zu dem Skontroführer im jeweiligen Moment bereit sind, eine Order auszuführen.
Der indikative Preis stellt den Mittelpunkt der aktuellen Taxe
dar. Diese setzt sich in der Regel aus einem Geld- und Briefkurs
zusammen. Üblicherweise kaufen Anleger zu der höheren Briefseite
und verkaufen zu der niedrigeren Geldseite.
Sollte der indikative Preis nicht angezeigt werden, macht der
Skontroführer eine Preisfeststellung. Aktualisieren Sie in dieser
Situation einfach die Seite.
Die Taxe wird von den Skontroführern im Präsenzhandel auf Basis der
Auftragslage und unter Berücksichtigung des Referenzmarktes
veröffentlicht. Bei den 160 Werten ist bis 17.30 Xetra der
Referenzmarkt, im Abendhandel bis 20.00 Uhr es das Frankfurter
Parkett als Handelsplatz mit den größten Umsätzen selbst. Die Taxe
dient zur Information darüber, zu welchem Kurs ein Börsenpreis
festgestellt werden könnte. Sie ist unverbindlich und stellt kein
Geschäftangebot dar.
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Industriegruppe
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Nach Tätigkeitsschwerpunkt gruppierte Unternehmen im Prime Standard.
Die Unternehmen des Prime Standard werden je nach ihrem
Tätigkeitsschwerpunkt einer Industriegruppe zugeordnet. Insgesamt
gibt es 62 Industriegruppen. Diese bilden die Basis für die
Einteilung der Unternehmen in die 18 Prime Standard-Branchen. Die
Performance der einzelnen Industriegruppen wird in einem eigenen
Index abgebildet.
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Inflationsindexierte Anleihe
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Kupon und Rückzahlungsbetrag sind an die Inflation gekoppelt.
Inflationsinduzierte Anleihen sind durch ein Kopplung an die
aktuelle Teuerungsrate (teilweise) vor Geldentwertung geschützt.
Als Referenzindex gelten Preisindizes. Bei den
inflationsindexierten Bundesanleihen ist dies der harmonisierte
Verbraucherpreisindex (HVPI) ohne Tabak. Der HVPI misst das
Preisniveau von Gütern und Dienstleistungen, die von privaten
Haushalten in der Eurozone bezahlt werden. Zur Berechnung des
inflationsabhängigen Kupons sowie der Tilgung wird die so genannte
Indexverhältniszahl errechnet. Diese gibt das Verhältnis zwischen
dem Wert des Referenzindexes am Abrechnungstag und dessen Niveau
bei Emission der Anleihe wieder.
Steigt die Inflation, wirkt sich dies positiv auf die Zinsen und
den Betrag am Ende der Laufzeit aus. Bei einer niedrigen Inflation
oder sogar Deflation, sind die Zinseinnahmen jedoch geringer als
bei herkömmlichen Anleihen. Die inflationsindexierten Anleihen des
Bundes werden im Falle einer Deflation zum Nennwert
zurückbezahlt.
Auf der Internetseite der Finanzagentur des Bundes
www.deutsche-finanzagentur.de kann der Wert des Index abgerufen
werden. Bei Im
Bereich Wissen finden Anleger eine Auswahl der gehandelten
inflationsindexierte Anleihen.
Verwandte Begriffe
Anleihe
Kupon
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Inhaberaktie
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Nicht auf den Namen lautende Aktien, in denen der Aussteller die Leistung allein dem jeweiligen Inhaber, nicht einer bestimmten Person verspricht.
Auf einer Inhaberaktie wird der
Besitzer im Unterschied zur Namensaktie namentlich nicht genannt
und muss in der Regel keinen Nachweis für das rechtmäßige Eigentum
an der Aktie erbringen.
Inhaberaktien werden formlos durch Übergabe und Einigung
übertragen, ohne dass eine Änderung in der Urkunde vorgenommen
werden muss. Dadurch sind sie in hohem Grad austauschbar (fungibel)
und leicht handelbar.
Nach dem deutschen Aktiengesetz sind Inhaberaktien der Regelfall,
sofern die Satzung der Aktiengesellschaft keine andere
Aktiengattung bestimmt.
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Innerer Wert (Optionsscheine)
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Der eigentliche Wert einer Option, eines Optionsscheins oder einer Aktie.
Bei einer Option ergibt sich der
innere Wert aus der positiven Differenz zwischen dem aktuellen Kurs
des Basiswertes und dem Basispreis unter Berücksichtigung des
Bezugsverhältnis. Ist die Differenz positiv, liegt die Option im
Geld. Ist sie negativ liegt sie aus dem Geld, oder ist keine
Differenz vorhanden, liegt sie exakt am Geld. In den beiden letzten
Fällen besitzen sie einen inneren Wert von null, weil der innere
Wert niemals negativ sein kann.
Der innere bzw. eigentliche Wert einer Aktie wird meist als
Ertragswert oder Substanzwert bezeichnet. Er ist ein Instrument der
Fundamentalanalyse und berücksichtigt bereits die Kapitalisierung
künftiger Erträge wie Dividendenzahlungen und
Bezugsrechte.
Verwandte Begriffe
Am Geld
Aus dem Geld (Optionsscheine)
Fundamentalanalyse
Im Geld (Optionsscheine)
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Insider
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Person, die aufgrund ihrer Position oder beruflichen Tätigkeit Zugang zu nicht öffentlichen Informationen über ein Unternehmen hat.
Als Insider werden Personen
verstanden, die aufgrund ihrer Tätigkeit oder besonderen Stellung
vertrauliche, nicht allgemein zugängliche Informationen über Daten,
Zusammenhänge und Vorhaben eines Unternehmens besitzen. Wer diese
Kenntnisse dazu nutzt, um zum eigenen Vorteil oder zum Vorteil
Dritter Börsengeschäfte durchzuführen, handelt in vielen Ländern
ungesetzlich. Auch die unbefugte Weitergabe solcher Informationen
ist verboten. Zu dem Personenkreis der Insider gehören Mitglieder
der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats eines Unternehmens sowie
deren Angehörige.
Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz sieht für Insidergeschäfte
Geldstrafen oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor. In
Deutschland wird der Handel durch die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) überwacht.
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Insiderhandel
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Ausnutzen von öffentlich nicht bekannten Informationen, die sich auf einen oder mehrere Emittenten von Insiderpapieren oder auf die Insiderpapiere selbst beziehen und geeignet sind, im Falle ihres öffentlichen Bekanntwerdens den Börsen- oder Marktpreis des Insiderpapiers erheblich zu beeinflussen.
Als Insider gelten alle Personen, die über eine
Insiderinformation verfügen. Dieses Wissen darf weder durch den
Insider selbst noch durch einen Dritten genutzt werden. Insofern
unterliegen Insider im Hinblick auf das Insiderpapier einem
Erwerbs- und Veräußerungsverbot bzw. hinsichtlich der
Insiderinformation einem Weitergabeverbot sowie einem Empfehlungs-
und Verleitungsverbot.
Insiderpapiere sind alle Finanzinstrumente gemäß § 12 des Gesetzes
über den Wertpapierhandel (WpHG) oder hiervon abgeleitetete
Derivate, die an einer inländischen Börse zum Handel zugelassen
sind oder in den Geregelten Markt oder Freiverkehr einbezogen bzw.
in einem anderen Mitgliedstaat der EU oder des EWR zum Handel an
einem organisierten Markt zugelassen sind.
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Intraday-Handel
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Taggleicher Kauf und Verkauf von Wertpapieren.
Beim Intraday-Handel werden
Wertpapiere während desselben Tages gekauft und wieder verkauft,
eventuell sogar mehrfach.
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Investment Trust
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Fonds mit begrenzter Anlagesumme
Geschlossene Investmentfonds geben eine bestimmte Zahl von
Anteilen aus. Ist die festgelegte Anlagesumme erreicht, wird der
Fonds geschlossen. Die Investmentgesellschaft ist nicht
verpflichtet, Anteile zurückzunehmen. Lehnt die
Investmentgesellschaft eine Rücknahme der Anteile ab, können
Investoren ihre Anteile über die Börse veräußern. Geschlossene
Fonds sind vor allem in angelsächsischen Ländern verbreitet.
Synonym: Geschlossene Investmentfonds
Verwandte Begriffe
Geschlossene Investmentfonds
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Investmentfonds
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In Wertpapieren oder Grundstücken angelegtes Sondervermögen einer Kapitalanlagegesellschaft
Investmentfonds bündeln die Gelder vieler Anleger und
investieren sie in Aktien, Anleihen und andere Anlageformen.
Dadurch kann beispielsweise der Käufer eines Fondsanteilsscheins
mit einem geringen Betrag gleichzeitig in verschiedene Anlagen
investieren. Durch die Verteilung des Risikos auf viele
unterschiedliche Anlagen vermindert sich das Gesamtrisiko.
Investmentfonds werden von Anlegern bevorzugt, die sich nicht
ständig um ihre Anlagen "kümmern" möchten und die die Beobachtung
und Analyse eher professionellen Analysten überlassen wollen.
Investmentfonds werden entweder von einer Kapitalanlagegesellschaft
oder von einer Investmentgesellschaft verwaltet. Das Fondsvermögen
wird bei einer Depotbank verwahrt. Der Kauf oder Verkauf von
Fondsanteilen ist bei der Kapitalanlagegesellschaft oder an der
Börse möglich. Fondsanteile werden in den meisten Fällen mit einem
Ausgabeaufschlag zur Deckung der Vertriebskosten ausgegeben. Die
Erträge aus Dividenden oder Zinsen schüttet die Gesellschaft an die
Anteilseigner aus oder legt sie wieder an (thesaurierende
Fonds).
Der Wert eines Anteilsscheins wird errechnet, indem das
Fondsvermögen durch die Anzahl der umlaufenden Anteilsscheine
dividiert wird. Steigt der Wert der im Fondsvermögen enthaltenen
Anlagen, erhöht sich entsprechend das Fondsvermögen beziehungsweise
der Wert des Anteilsscheins.
Nach der Art der Anteilseigner unterscheidet man zwischen
Publikumsfonds und Spezialfonds. Im Gegensatz zu offenen
Investmentfonds ist bei geschlossenen Investmentfonds die
Anlagesumme begrenzt.
Eine Sonderklasse sind an der Börse notierte Fonds. Sie werden von
den Emittenten gelistet und können stets und ohne Ausgabeaufschläge
gehandelt werden. Ihre aktuellen Preise werden fortlaufend
veröffentlicht. Zudem fällt in der Regel keine oder nur eine sehr
geringe Verwaltungsgebühr an.
Synonyme: Fonds
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Investor Relations (IR)
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Zielgerichtete, systematische und kontinuierliche Finanzkommunikation mit aktuellen und potenziellen Anteilseignern und Fremdkapitalgebern sowie Meinungsbildnern.
Investor Relations dient aus Unternehmenssicht dazu, die
Voraussetzungen für eine angemessene Kapitalmarktbewertung zu
schaffen und dadurch die Eigen- und Fremdkapitalkosten des
Unternehmens zu senken. Daraus leiten sich vielfältige IR-Aufgaben
ab, etwa die Pflege, Erweiterung und Verbreiterung des
Investorenkreises sowie die kommunikative Begleitung von
Kapitalmaßnahmen (Erstplatzierung von Aktien, Kapitalerhöhungen,
Emission von Anleihen) und die Erfüllung etwaiger
Zulassungsfolgepflichten bei börsennotierten Unternehmen. Zu den
IR-Maßnahmen zählen: Roadshows, Analystenkonferenzen,
Aktionärszeitschriften, Ad-hoc-Mitteilungen, Quartals- und
Geschäftsberichte, Hauptversammlungen, die Pflege der IR-Website,
ggf. Anzeigenkampagnen, Unternehmensbroschüren usw.
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IPO
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ISIN
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Abkürzung für „International Security Identification Number“.
Die ISIN dient der eindeutigen internationalen Identifikation
von Wertpapieren und wird von der jeweiligen nationalen Behörde
herausgegeben. Sie besteht aus einem zweistelligen Ländercode (zum
Beispiel DE für Deutschland), gefolgt von einer neunstelligen
alphanumerischen nationalen Kennnummer NSIN (National Securities
Identifying Number) und einer einstelligen numerischen Prüfziffer
am Ende. Die ISIN wird parallel zur WKN verwandt.
Synoym
WKN
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ISM-Index
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Konjunkturindikator für die US-Wirtschaft.
Der amerikanische Frühindikator basiert auf einer monatlichen
Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) bei
Einkaufsmanagern (Supply Managers) von 350 Unternehmen aus 20
repräsentativen Industriebereichen der USA, die ihre derzeitige und
künftige wirtschaftliche Lage beurteilen.
Bei der Auswertung wird die Stimmung jedes Teilbereichs im
Vergleich zum Vormonat betrachtet. Alle Sektoren, die einen Anstieg
verzeichnen konnten, und die Hälfte der gleich gebliebenen Größen
werden zusammengezählt. Anschließend wird die Summe saisonbereinigt
gewichtet. Dabei deutet ein Wert über 50 Punkte auf eine Expansion
im verarbeitenden Gewerbe hin, während ein Wert unter 50 Punkten
auf einen Rückgang hinweist. Ein Indexstand von 50 weist auf ein
Nullwachstum hin und Werte unter 40 lassen auf eine längere
Rezession schließen.
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