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Tafelgeschäft
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Wertpapier- oder Sortengeschäft, bei dem ein Anleger die physischen Stücke gegen Barzahlung direkt am Bankschalter erwirbt und selbst verwahrt. Die angehängten Zins- und Dividendenscheine löst der Anleger bei der Bank ein.
Synonyme: Schaltergeschäft, Zug-um-Zug-Geschäft
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Tagesgültige Order
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Orderzusatz für nur einen Tag gültige Aufträge (Good-for- Days).
Tagesgültige Orders gelten nur für den laufenden Handelstag, an
dem sie aufgegeben werden.
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Talon
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Erneuerungsschein für Zins- und Dividendenkupons
Ein Talon ist der letzte Abschnitt auf dem Kuponbogen. Wurden
alle Dividenden- oder Zinsscheine eingelöst, erhält der Inhaber des
Wertpapiers gegen Vorlage des Talons einen neuen Bogen. Bei einer
Depotverwahrung der Wertpapiere erledigt dies automatisch die Bank
des Wertpapierinhabers. Synonyme: Erneuerungsschein
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Taxe
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Unverbindliche Preisindikation für ein Wertpapier auf Basis der Auftragslage und ggf. unter Berücksichtigung des Referenzmarktes.
Die Skontroführer im Präsenzhandel stellen Taxen mit einer Geld-
und einer Brief-Seite in das Handelssystem Xontro ein. Die Taxen
dienen der Information der Teilnehmer darüber, zwischen welchen
Geld- und Briefkursen ein Börsenpreis festgestellt werden könnte.
Sie sind unverbindlich und stellen kein Geschäftsangebot dar.
Privatanlegern bieten die Skontroführer eine Ausführung zum
Mittelpunkt der Geld-Brief-Taxe in bestimmten Wertpapieren.
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Taxe (Kurszusatz)
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Geschätzter Wertpapierkurs
Ein Kurs wird von einem Skontroführer geschätzt, sofern für das
Wertpapier weder Kauf- noch Verkaufaufträge vorliegen. Der getaxte
Kurs wird mit einem "T" gekennzeichnet.
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TecDAX
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Index für die Wertentwicklung der 30 größten Technologieaktien im Prime Standard unterhalb der DAX®-Titel.
TecDAX® startete am 24. März 2003. Er umfasst die 30 nach
Marktkapitalisierung und Börsenumsatz größten Unternehmen der
Technologiebranchen im Prime Standard unterhalb des Leitindex DAX.
Der Index wird als Kurs- und als Performance-Index berechnet. Basis
der Berechnung ist der 30. Dezember 1997 mit einem Wert von 1.000
Punkten.
Die Indexzusammensetzung wird üblicherweise halbjährlich überprüft
und mit Wirkung zum März und September angepasst. Kriterien für die
Gewichtung der Aktien in TecDAX sind: Börsenumsatz und
Marktkapitalisierung auf Basis des Streubesitzes
(Freefloats).
Ein Unternehmen kann außerhalb der ordentlichen Überprüfungstermine
aus dem Index genommen werden, wenn es beim Kriterium
Marktkapitalisierung oder Börsenumsatz nicht mehr zu den 45 größten
Unternehmen zählt, bzw. in den Index aufgenommen werden, wenn es
bei den Kriterien Marktkapitalisierung und Börsenumsatz eines der
25 größten Unternehmen ist. Ein Austausch findet zum nächsten
Verkettungstermin statt. Über Veränderungen in TecDAX entscheidet
der Vorstand der Deutsche Börse AG. Er wird dabei beraten vom
Arbeitskreis Aktienindizes.
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Technische Analyse
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Untersuchung von Kurs- und Umsatzverläufen bei Aktien mit dem Ziel der Kursprognose.
Die technische Analyse ist – neben der fundamentalen
Aktienanalyse – die zweite übliche Methode der Aktienkursprognose.
Im Gegensatz zur Fundamentalanalyse stützt sie sich jedoch nicht
auf gesamtwirtschaftliche und unternehmensspezifische Daten,
sondern betrachtet die Aktienkurse und die Handelsumsätze.
Hauptziel ist, den geeigneten Kauf- oder Verkaufszeitpunkt für
einen Einzelwert zu bestimmen.
Die technische Aktienanalyse basiert auf drei Grundannahmen:
Alle Faktoren, die die Kurse beeinflussen könnten
(fundamentale,psychologische, politische und andere Faktoren), sind
in den Kursen bereits abgebildet. Kurscharts reflektieren demnach
die Marktentwicklung, beeinflussen den Markt jedoch nicht.
Die Kurse bewegen sich in Trends, die sich so lange fortsetzen, bis
ein Signal zur Trendumkehr vorliegt.
Es gibt Kursverlaufsmuster, die sich wiederholen.
Die technische Analyse lässt sich in die Chartanalyse und die
Kennzahlenanalyse gliedern. Ziel der Chartanalyse ist, die
Trendverläufe von Kursen möglichst frühzeitig zu erkennen und aus
typischen Kursverlaufsmustern Kauf- oder Verkaufssignale
abzuleiten. Wichtige Instrumente sind hier Trendlinien,
Widerstands- und Unterstützungslinien sowie Formationen. Bei der
technischen Kennzahlenanalyse werden aus den Kursen bestimmte
Indikatoren errechnet (z. B. Momentum, Relative-Stärke-Index), die
Aufschluss über die Zuverlässigkeit oder Stärke des Trends und
damit die wahrscheinliche zukünftige Kursentwicklung geben
sollen.
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Technology All Share
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Index, der die Wertentwicklung aller Technologieaktien im Prime Standard abbildet.
Technology All Share enthält analog zum Classic All Share® alle
Unternehmen aus Technologiebranchen unterhalb DAX®; d.h. alle
TecDAX®-Werte und die übrigen Technologiewerte des Prime
Standard.
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Teilausführung
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Nicht vollständige Ausführung einer Order oder Ausführung in mehreren Teilen aufgrund der Marktlage während der Gültigkeitsdauer.
Grundsätzlich werden Kauf- und Verkaufsaufträge von Wertpapieren
auf Xetra® in einzelne Transaktionen aufgeteilt, wenn eine Order an
der Börse zum gewünschten Preis nicht auf ein ausreichend großes
Gegenangebot trifft. Das kommt v. a. bei kleinen Werten mit
geringer Marktkapitalisierung oder niedrigem Streubesitz vor. Die
Börse Frankfurt erhebt für Teilausführungen im untertägigen
Xetra®-Handel keine zusätzlichen Transaktionsgebühren.
Teilausführungen können für Investoren auch von Vorteil sein, wenn
ein Teil des Auftrags zu einem für die Anleger besseren Preis
ausgeführt wird.
Bei Kauf- und Verkaufsaufträgen über das Parkett der Börse
Frankfurt garantieren die Skontroführer Vollausführung für
Privatanleger. Dies betrifft Aufträge in DAX®-Werten bis maximal
10.000 €, in MDAX®- und TecDAX®-Werten bis maximal 3.000 €.
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Telefonhandel
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Außerbörslicher Wertpapierhandel über Telefon oder elektronische Systeme
Im Telefonverkehr werden nahezu alle Wertpapiere, Devisen oder
Edelmetalle zwischen Banken, Kunden und Skontroführern gehandelt.
Besondere Listen informieren über die Kurse des Telefonverkehrs.
Der Telefonverkehr unterliegt den Regelungen für Effektengeschäfte,
jedoch nicht den gesetzlichen Aufsichts- und Kontrollregelungen.
Die Teilnehmer orientieren sich an allgemein akzeptierten
Handelsusancen. Synonym: Telefonverkehr
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Telefonverkehr
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Außerbörslicher Wertpapierhandel über Telefon oder elektronische Systeme
Im Telefonverkehr werden nahezu alle Wertpapiere, Devisen oder
Edelmetalle zwischen Banken, Kunden und Skontroführern gehandelt.
Besondere Listen informieren über die Kurse des Telefonverkehrs.
Der Telefonverkehr unterliegt den Regelungen für Effektengeschäfte,
jedoch nicht den gesetzlichen Aufsichts- und Kontrollregelungen.
Die Teilnehmer orientieren sich an allgemein akzeptierten
Handelsusancen. Synonym: Telefonhandel
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Terminbörse
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Börse, an der Terminkontrakte auf Waren oder Finanzprodukte gehandelt werden.
Eine der weltweit führenden Terminbörsen ist Eurex, eine
Tochtergesellschaft der Deutsche Börse AG.
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Termingeschäft
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Vertragsgeschäft über einen Kauf oder Verkauf, bei dem Bezahlung und Lieferung der Waren in der Zukunft liegen.
Bei einem Termingeschäft liegt die Erfüllung des Handels, also
der Termin der Lieferung und der Bezahlung der Waren, in der
Zukunft. Im Gegensatz dazu liegen bei einem Kassageschäft
Vertragsabschluss, Bezahlung und Lieferung der Waren eng
beieinander.
Diese Art des Handels ist mit Basiswerten aller Art möglich, z. B.
mit Wertpapieren, Zinsen, Währungen, Metallen oder auch
landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Man unterscheidet
Warentermingeschäfte (z. B. Rohstoff-Futures) und
Finanztermingeschäfte (z. B. Aktienoptionen).
Das wesentliche Kennzeichen von Termingeschäften ist, dass es sich
bis zum vereinbarten oder tatsächlichen Erfüllungstermin um
„schwebende Geschäfte“ im bilanztechnischen Sinne handelt, da weder
Verkäufer noch Käufer vor diesem Termin ihre Leistungen erbringen
müssen.
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Terminmarkt
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Teilmarkt einer Börse, auf dem Derivate - vor allem Optionen und Futures - gehandelt werden
Charakteristisch für den Terminmarkt ist das zeitliche
Auseinanderfallen von Verpflichtungs- und Erfüllungsgeschäft. Bei
Vertragsabschluss muss weder der Käufer die liquiden Mittel noch
der Verkäufer die gehandelten Güter besitzen. Der weltweit größte
Terminmarkt ist die Eurex® , eine Tochtergesellschaft der Deutsche
Börse AG.
Neben dem börslichen Terminmarkt existiert ein außerbörslicher OTC
(Over-the-Counter)-Terminhandel, an dem sich im Wesentlichen Banken
und andere Finanzinstitutionen beteiligen.
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Thesaurierung
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Verbleib von Gewinnen in einem Unternehmen oder einem Portfolio.
Gegensatz: Ausschüttung. Thesaurierte Gewinne werden von
Unternehmen nicht ausgeschüttet, sondern für Investitionen genutzt.
Das Kapital verbleibt im Unternehmen.
Thesaurierende Fonds legen Gewinne aus Wertpapieren (Zinsen,
Dividenden, Verkaufserlöse) sofort wieder in diesen Wertpapieren
an.
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Theta (Optionsschein)
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Dynamische Kennzahl, die den Zeitwertverlust eines Optionsscheins innerhalb einer bestimmten Zeitperiode allein aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit erfasst.
Der Theta-Faktor erfasst den Verfall des Zeitwertes. Bei Long
Positions wird Theta als negativer Wert, bei Short Positions als
positiver Wert ausgewiesen. Je kürzer die Restlaufzeit einer Option
ist, desto größer wird das Theta.
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Tick
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Kleinstmögliche Preisänderung eines Wertpapierkurses an Kassa- und Terminbörsen.
Stücknotierte Wertpapiere (d. h. Aktien, Optionsscheine,
Bezugsrechte und aktiengleiche Partizipations- oder Genussscheine)
im Amtlichen Markt, Geregelten Markt und Freiverkehr notieren in
Sprüngen von 0,01 Euro.
Sofern der Kurswert eines stücknotierten Wertpapiers im
Präsenzhandel kleiner bzw. gleich 0,25 Euro ist, notiert der Wert
in Sprüngen von 0,001 Euro.
Für Rentenwerte gelten folgende Notierungssprünge:
Floater, Zero-Bonds, Strips generell 0,001 Prozent
Renten Restlaufzeit < 2 Jahre 0,001 Prozent
Renten Restlaufzeit >= 2 Jahre und < 7 Jahre 0,005
Prozent
Renten Restlaufzeit >= 7 Jahre 0,01 Prozent
Renten ohne Tilgungstermin 0,01 Prozent
Synonyme: Notierungssprung , Tickgröße
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Tickdaten
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Aufstellung jedes einzelnen Intraday-Preises für ein Wertpapier.
Als Tickdaten bezeichnet man die vollständige, nicht aggregierte
Aufstellung aller Preise eines Wertpapiers, die innerhalb eines
Handelstages zustande kommen. Diese Preise werden entweder im
vollelektronischen Handelssystem Xetra® automatisch gebildet oder
im Präsenzhandel vom Skontroführer festgestellt.
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Tickgröße
-
Kleinstmögliche Preisänderung eines Wertpapierkurses an Kassa- und Terminbörsen.
Stücknotierte Wertpapiere (d. h. Aktien, Optionsscheine,
Bezugsrechte und aktiengleiche Partizipations oder Genussscheine)
im Amtlichen Markt, Geregelten Markt und Freiverkehr notieren in
Sprüngen von 0,01 €.
Sofern der Preis einer Aktie kleiner bzw. gleich 0,25 € ist,
notiert der Wert in Sprüngen von 0,001 €.
Bei Renten liegen die Notierungssprünge je nach Laufzeit und Typ
zwischen 0,001 und 0,01 Prozent.
Aktien und Aktien vertretende Zertifikate
| Unteres Preislimit |
Oberes Preislimit |
Tick Size in EUR |
| 0 Euro |
9,999 Euro |
0,001 Euro |
| 10 Euro |
49,995 Euro |
0,005 Euro |
| 50 Euro |
99,99 Euro |
0,01 Euro |
| 100 Euro |
? Euro |
0,05 Euro |
ETFs und ETCs
| Unteres Preislimit |
Oberes Preislimit |
Tick Size in EUR |
| 0 Euro |
4,999 Euro |
0,001 Euro |
| 5 Euro |
9,995 Euro |
0,005 Euro |
| 10 Euro |
? Euro |
0,01 Euro |
Fondsanteile auf Xetra
| Unteres Preislimit |
Oberes Preislimit |
Tick Size in EUR |
| 0 Euro |
4,999 Euro |
0,001 Euro |
| 5 Euro |
9,995 Euro |
0,005 Euro |
| 10 Euro |
? Euro |
0,01 Euro |
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Tiefstkurs
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Niedrigster Marktpreis von Wertpapieren, Devisen und Waren
Tiefstkurse werden für den Zeitraum eines Tages, einer Woche,
eines Monats oder eines Kalenderjahres ermittelt. Oftmals dient der
Tiefstkurs als Benchmark für die Messung der Volatilität oder
Performance eines Handelsobjekts.
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Tilgung
-
Im Wertpapiergeschäft: Rückzahlung oder Rückkauf von Schuldverschreibungen durch den Schuldner.
Schuldverschreibungen (festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen
oder Pfandbriefe) werden entsprechend den Emissionsbedingungen
getilgt, die für das jeweilige Wertpapier gelten, ggf. auch durch
einen allmählichen Rückkauf über die Börse.
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Totalverlustrisiko
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Kennzahl im Handel mit Optionsscheinen für die Wahrscheinlichkeit, das gesamte eingesetzte Kapital zu verlieren.
Das Totalverlustrisiko erleichtert Anlegern, einen Optionsschein auszuwählen, der zu ihrem persönlichen Chancenund Risikoprofil passt. Es gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass ein Hebelprodukt am Ende der Laufzeit wertlos verfällt. Grundsätzlich besteht aber bei jedem Optionsschein das Risiko eines Totalverlusts.
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Trade-Sale
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Verkauf einer finanzierten Unternehmensgründung durch das Management und die beteiligten Venture-Capital-Gesellschaften an ein Industrieunternehmen
Der Trade-Sale ist die verbreitetste Exit-Variante. Der Käufer
des Startups profitiert beim Trade-Sale von den technischen
Kenntnissen und der Marktposition des erworbenen Unternehmens und
versucht in der Regel, das bisherige Management zumindest eine
gewisse Zeit in führender Position zu halten. Unternehmen werden
bei Trade-Sales üblicherweise niedriger bewertet als bei einem
Börsengang.
-
Transaktionskosten
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Gebühren, die ein Anleger für die Ausführung einer Wertpapierorder zahlen muss.
Transaktionskosten fallen beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren
an. Die direkten Transaktionskosten zahlen Investoren an ihre
depotführende Bank. Wird die Order an einer Präsenzbörse
ausgeführt, kommt zu den Transaktionsgebühren der Bank noch die
Courtage für den jeweiligen Skontroführer hinzu. Die Courtagesätze
sind in der Gebührenordnung der Börse einheitlich festgelegt. Nicht
alle Banken geben diese Kosten an ihre Kunden ausgewiesen
weiter.
Die indirekten Transaktionskosten hängen von der Liquidität ab, sie
entstehen beim Handel mit wenig liquiden Wertpapieren auf zwei
Arten: Zum einen verschiebt ein Kauf- oder Verkaufsangebot den Kurs
auf einem illiquiden Markt zu Ungunsten des Akteurs; zum anderen
wird die Order auf einem illiquiden Marktplatz nicht sofort
ausgeführt. Je länger der Kauf- oder Verkaufswunsch im Orderbuch
steht, desto höher wird das Risiko, dass sich der Kurs des Papiers
ungünstig verändert. Gleichzeitig erhöht sich jedoch die Chance
einer Ausführung.
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Transfer
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Wechsel von einem Börsensegment in ein anderes.
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Transparenzstandard
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Ausmaß der Veröffentlichungspflichten eines börsennotierten Unternehmens.
Synonym: Transparenzlevel. Mit der Auswahl eines
Transparenzstandards entscheidet ein Unternehmen, welche
Zulassungsfolgepflichten es nach seiner Börsennotierung erfüllen
will. Der Transparenzstandard sichert im Sinne eines effektiven
Anlegerschutzes die Markttransparenz für alle Investoren.
An der Börse Frankfurt haben Emittenten die Wahl zwischen drei
Transparenzstandards: dem Entry Standard mit geringen
Zulassungsfolgepflichten, dem General Standard, für den die
gesetzlichen Mindestanforderungen gelten, und dem Prime Standard
mit hohen, internationalen Standards genügenden
Transparenzanforderungen.
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Treuhänder
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Natürliche oder juristische Person, die als unparteiischer Dritter zwischen zwei Parteien fungiert.
Treuhänder können eingesetzt werden, wenn zwischen zwei
Vertragspartnern Geld und Vermögenswerte ausgetauscht werden. Sie
agieren unabhängig von den Vertragsparteien. Durch die Übertragung
der Vermögensrechte erhält der Treuhänder die Rechtsstellung eines
Eigentümers und kann so z. B. die Stimmrechte des Eigentümers
ausüben oder die Anteile des Eigners veräußern.
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TRICE
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TRICE ist ein System der Deutschen Börse, über das Handelsteilnehmer ihre Geschäfte mit in der EU zugelassenen Wertpapieren an die BaFin melden können.
Laut Paragraf 9 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sind deutsche
Kreditinstitute, Niederlassungen ausländischer Kreditinstitute und
die Mitglieder deutscher Börsen (einschließlich der Teilnehmer an
den Handelsplattformen Xetra und Eurex) verpflichtet, alle
Geschäfte in Wertpapieren, die an einer Börse der Europäischen
Union oder eines Mitgliedsstaates des Europäischen
Wirtschaftsraumes zum Handel zugelassen sind, auf dem
elektronischen Weg an die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu melden. Mit dem System
TRICE können die Handelsteilnehmer ihrer Meldepflicht nachkommen.
Die Übermittlung der Daten meldepflichtiger Geschäfte an die BaFin
ist auf zwei Wegen möglich:
per Dialogverfahren Die Meldungen werden manuell in das von der
Deutschen Börse zur Verfügung gestellte Erfassungssystem
eingegeben.
per File-Transfer Der Meldende konvertiert die Angaben in das
S.W.I.F.T.-Format und übermittelt sie an die Deutsche Börse.
Auch ausschließlich aus dem Ausland handelnde Eurex- und
Xetra-Teilnehmer können TRICE nutzen.
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Turn-Around-Finanzierung
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Finanzierungsphase zur nachhaltigen Überwindung einer Unternehmenskrise.
Turn-Around-Kapital finanziert Maßnahmen (z. B. für die
Entwicklung neuer Konzepte und den Aufbau einer neuen
Marktposition), die nach einer Unternehmenskrise (z. B.
Absatzproblemen) notwendig geworden sind.
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