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Börse Frankfurt

Ölpreise steigen - Arbeitskampf in Norwegens Ölindustrie beflügelt

05.07.2012 12:52

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    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - An den Ölmärkten hat die Meldung über eine
mögliche Verschärfung des Streik von Ölarbeitern in Norwegen am Donnerstag für
steigende Preise gesorgt. Vor allem der für Europa wichtige Preis für Rohöl der
Nordseesorte Brent mit Auslieferung im August legte deutlich zu und erreichte in
der Spitze 102,25 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Im weiteren Handelsverlauf
fiel der Brent-Preis aber wieder ein Stück zurück und stand gegen Mittag bei
101,60 Dollar. Das sind immer noch 1,83 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für
ein Fass Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg hingegen nur
leicht und verteuerte sich um 53 Cent auf 88,56 Dollar.

    Der Ölkonzern Statoil hat mit Blick auf eine drohende Eskalation des
Arbeitskampfes in der norwegischen Ölindustrie die Produktion auf den
Ölplattformen in der Nordsee heruntergefahren. In Norwegen waren zuvor
Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Ölindustrie gescheitert und
jetzt droht nach Einschätzung von Experten der Commerzbank ein längerer Streik.
Am Freitag wollen die Gewerkschaften entscheiden, ob der Arbeitskampf weiter
ausgeweitet wird. 

    Zudem sei auch die Iran-Krise wieder verstärkt in den Fokus der Anleger an
den Ölmärkten gerückt, hieß es weiter bei der Commerzbank. Japan wird Industrie-
und Regierungskreisen zufolge im Juli kein Öl aus dem Iran importieren. Am 1.
Juli war im Zuge des Atomstreits zwischen dem Iran und den westlichen
Industriestaaten zudem ein Embargo der Europäischen Union gegen den
Ölförderstaat in Kraft getreten.

    Auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec)
legte zuletzt weiter zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag
kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 97,40 US-Dollar. Das
waren 87 Cent mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen
Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/jsl



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