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Börse Frankfurt

Bristol-Myers Squibb will Amylin für sieben Milliarden Dollar kaufen

30.06.2012 14:18

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    NEW YORK (dpa-AFX) - In der Pharmabranche dreht sich das Übernahmekarussell
weiter. Der US-amerikanische Konzern Bristol-Myers Squibb (BMS)  will
das auf Diabetes-Medikamente spezialisierte Biotechnologieunternehmen Amylin
 übernehmen und greift dafür tief in die Taschen. BMS bietet den
Amylin-Aktionären 31 Dollar je Anteil oder insgesamt 5,3 Milliarden Dollar (4,2
Mrd Euro). Inklusive der übernommenen Schulden und einer Zahlung an den
Konkurrenten Eli Lilly  , der bisher vertragliche Verbindungen
mit dem Diabetes-Experten hat, summiert sich der Kaufpreis für Amylin auf rund
sieben Milliarden Dollar.

    Es ist eine weitere Milliardentransaktion in der Branche. Diese ist derzeit
davon geprägt, dass viele große Pharmahersteller den Patentschutz für wichtige
Medikamente verlieren und daher nach Alternativen wie milliardenschwere
Übernahmen von kleineren, aber innovativeren Konkurrenten suchen. Bristol-Myers
Squibb hat erst kürzlich den Patentschutz für das wichtigste Medikament Plavis
verloren und ist deswegen auf Einkaufstour. So hatten die New Yorker erst im
Januar die Übernahme des Hepatitis-C-Spezialisten Inhibitex für 2,5 Milliarden
Dollar angekündigt.

    Bei Amylin ist BMS bereit, einen hohen Aufpreis zu zahlen. Das Unternehmen
hatte bereits im Februar eine Übernahme ausgelotet und war damals bereit, 22
Dollar je Aktie zu zahlen. Dies sei jedoch den Verantwortlichen bei Amylin zu
wenig gewesen. Wie es in Branchenkreisen heißt, sollen dann Branchengrößen wie
AstraZeneca   , Merck & Co   und
Sanofi   Interesse gezeigt haben.

    Der deutlich aufgestockten Offerte von Bristol-Myers Squibb stimmte der
Amylin-Verwaltungsrat zu und empfiehlt den Aktionären, das aufgestockte Gebot
anzunehmen. Amylin setzte im vergangenen Jahr rund 650 Millionen Dollar um -
2012 sollen es rund fünf Prozent mehr werden.

    Sobald die Übernahme unter Dach und Fach ist, will BMS auch den Konkurrenten
AstraZeneca mit ins Boot holen, um die Amylin-Produkte weiterzuentwickeln.
AstraZeneca lässt sich das dann 3,4 Milliarden Dollar kosten und ist dann zur
Hälfte an den möglichen Gewinnen mit Amylin-Medikamenten beteiligt./zb/


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