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Börse Frankfurt

Commerzbank baut gewerbliche Immobilien- und Schiffsfinanzierung ganz ab

26.06.2012 20:53

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank  will angesichts der
angespannten Finanzmarktlage und regulatorischer Belastungen komplett aus der
gewerblichen Immobilien- und Schiffsfinanzierung aussteigen. Als Gründe für die
Strategieänderung führte das Institut am Dienstagabend die hohe Kapitalbindung
der angeschlagenen Geschäftsbereiche und die künftig steigenden
Liquiditätsanforderungen gerade für Langfristfinanzierungen an. Zudem passten
die zyklischen Schwankungen im Ergebnis nicht mehr zum Geschäftsmodell.  Der
Abbau des Geschäfts solle möglichst wertschonend über die Zeit geschehen. Die
Commerzbank erklärte, derzeit alle Geschäftsbereiche zu überprüfen. Die
Ergebnisse dieses Prozesses sollten  im Herbst vorgestellt werden.

    Die gewerbliche Immobilienfinanzierung betreibt die Commerzbank bislang bei
ihrer Krisentochter Eurohypo. Laut Auflagen der EU muss sie das Geschäft im
Gegenzug für die in der Finanzkrise erhaltenen Staatshilfen weitgehend
abwickeln. Einen kleinen Teil der gewerblichen Immobilienfinanzierung hätte das
Institut laut EU-Beschluss von Ende März behalten dürfen. Ursprünglich war
geplant, dieses als neues Geschäftsfeld zusammen mit der Schiffsfinanzierung in
die Kernbank zu integrieren. Doch von diesem erst vor wenigen Monaten
verkündeten Plan rückt der Vorstand nun ab./enl/ck


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