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Börse Frankfurt

'WSJ': Neue Bankenaufsicht unter EZB-Dach für 25 Banken

09.07.2012 15:14

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    BERLIN (dpa-AFX) - Die neue europäische Bankenaufsicht soll nach einem
Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ/Montag) die Geschäfte der 25 größten
Geldhäuser der Eurozone überwachen. Geplant ist, die Behörde bei der
Europäischen Zentralbank (EZB) anzusiedeln. Sitz solle aber Brüssel und nicht
die EZB-Zentrale in Frankfurt sein.

    Kleinere Banken sollen demnach unter der Aufsicht der nationalen Behörden
bleiben, die aber wiederum von der Zentralbank kontrolliert würden. Beim Treffen
der Euro-Finanzminister am Montagabend in Brüssel wurde nicht mit Entscheidungen
zur Bankenaufsicht gerechnet.

    Allerdings gibt es ausgerechnet innerhalb der EZB-Führung Widerstand gegen
die Pläne. So herrscht bei der Bundesbank laut "Wall Street Journal" die Sorge,
die EZB könne mit der neuen Kontrollfunktion überfordert sein und ihrer
Kernaufgabe - der Sicherung von Preisstabilität - nicht mehr ausreichend
nachkommen.

    EZB-Präsident Mario Draghi hatte gefordert, Geldpolitik und Bankenaufsicht
müssten strikt voneinander getrennt sein, um eine gegenseitige Beeinflussung zu
verhindern. Daher könnten die räumliche Trennung zwischen Frankfurt und Brüssel
sowie der Erhalt nationaler Bankenaufsichten für kleinerer Institute ein
Kompromiss sein, um die Unabhängigkeit der EZB auch nach außen hin nicht zu
gefährden, schreibt die Zeitung./mmb/DP/hbr


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