Aktien Frankfurt: Dax steigt weiter in Richtung 7.000 Punkte
07.08.2012 15:08
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Daxhat am Dienstag weiter zugelegt und die viel beachtete 7.000-Punkte-Marke stärker ins Visier genommen. Von Marktexperten hieß es, die anhaltenden Hoffnungen auf liquiditätsfördernde Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) stützten den Aufwärtstrend. Am Nachmittag stand der Dax 0,60 Prozent höher bei 6.960,42 Punkten. Er knüpfte damit an die knapp fünf Prozent Plus der vorangegangenen beiden Handelstage an. Der MDax gewann am Dienstag 0,27 Prozent auf 11.155,77 Punkte, wogegen der TecDax 0,44 Prozent auf 792,29 Punkte abgab. Selbst enttäuschende europäische Konjunkturdaten konnten den deutschen Leitindex nur kurzzeitig bremsen. Zudem warteten die Anleger weiter, ob Spanien Hilfen beantragen werde. Erreiche der Dax die 7.000 Punkte, werde es an den etwas trägen Börsen wieder spannender, meinte Marktstratege Lars Kremkow von Activtrades. Dann rücke die Frage nach messbaren Ergebnissen der EZB und der EU-Regierungen im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise einmal mehr in den Fokus. MUNICH RE UND EON LEGEN NACH ZAHLEN ZU Die Berichtssaison setzte sich unter anderem mit Zahlen der Munich Re fort. Die Aktien des weltgrößten Rückversicherers stiegen um 1,06 Prozent, nachdem dieser sich optimistischer für das laufende Jahr geäußert hatte und auf gutem Kurs sieht, den ursprünglichen angestrebten Jahresgewinn von 2,5 Milliarden Euro leicht zu übertreffen. Das Echo am Markt fiel allerdings verhalten aus. Überzeugende Halbjahreszahlen von Eon quittierten die Aktien mit einem deutlichen Kursplus von 2,16 Prozent. Nach Atomausstieg, Personalabbau und Verlusten im Gashandel im vergangenen Jahr steigen nun wieder die Gewinne und die Zuversicht beim größten deutschen Energiekonzern. Darüber hinaus legten Unternehmen aus den Nebenwerte-Indizes Zahlen vor. Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka schraubte nach einem überraschend hohen Umsatz- und Gewinnsprung im zweiten Quartal seine Prognose nach oben. Die Zahlen seien "erneut in allen Belangen deutlich besser als erwartet", konstatierte Analyst Jasko Terzic von der DZ Bank. Entsprechend ging es für die Aktien im MDax um 2,77 Prozent hoch. Die Papiere von Rational verteuerten sich dank guter Zahlen sogar um 3,59 Prozent. Der im MDax notierte Großküchengeräte-Hersteller zeigt sich von der Eurokrise weiter unbeeindruckt und konnte den Gewinn vor Steuern sowie den Umsatz im zweiten Quartal deutlich steigern. Händler sahen die Zahlen über den Erwartungen. LEONI HÖHER NACH ZAHLEN - LANXESS UND PFEIFFER ENTTÄUSCHEN Die Aktien von Leoni stiegen nach endgültigen Zahlen um 1,89 Prozent, obwohl Probleme im zweiten Quartal dem Autozulieferer den Gewinn verhagelt hatten. Allerdings hatte Leoni bereits vor zwei Wochen einen ungünstigen Produktmix und höhere Integrationskosten bei der Anfang des Jahres komplett übernommenen südkoreanischen Tochter Daekyeung als Gründe für einen Gewinnrückgang genannt. Auch der Chemiekonzern Lanxess legte bei Umsatz und operativem Gewinn zu und übertraf die Prognosen der Analysten. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern. Allerdings blieb der etwas gesunkene Nettogewinn hinter den Erwartungen zurück. Die Verluste von 1,94 Prozent begründeten Händler mit Gewinnmitnahmen. Aus dem TecDax berichtete der Spezialpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum wegen der Konjunkturabkühlung einen Umsatz- und Gewinnrückgang, der einen Kursrutsch von 5,85 Prozent verursachte. Alle Kennziffern seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben, monierte Equinet-Analyst Adrian Pehl. Daher dürften die Analystenschätzungen im Allgemeinen nach unten korrigiert werden. Bei der DZ Bank stieß vor allem die Gewinnentwicklung auf Kritik./gl/ajx --- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
