ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Standardwerte leichter wegen Konjunktursorgen
21.03.2012 21:44
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NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienindizes in New York haben auch am
Donnerstag leichte Verluste verzeichnet. Händlern zufolge belastete weiterhin
die Sorge über eine nachlassende chinesische Wirtschaftsdynamik die
Börsenstimmung weltweit. Vor allem Rohstoff- und Energiewerte seien verkauft
worden. Die Börsen könnten mit ihren Kursgewinne seit Jahresbeginn im Vergleich
zu den konjunkturellen Aussichten etwas übertrieben haben, sagten Börsianer.
Neue Daten zum US-Immobilienmarkt hätten die Börsen im Verlauf kaum bewegt. In
den USA haben im Februar überraschend wenige bestehende Häuser den Besitzer
gewechselt.
Der Dow Jones Industrial verlor schließlich 0,35 Prozent auf
13.124,62 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,19 Prozent auf
1.402,89 Punkte ab. An der Technologiebörse Nasdaq schwankten die Indizes um ihr
Vortagesniveau. Der marktbreite Index Nasdaq Composite kletterte mit
0,04 Prozent ins Plus auf 3.075,32 Punkte, während der Nasdaq 100 um
0,03 Prozent auf 2.736,88 Punkte leicht nachgab. Im Verlauf erreichte der
Auswahlindex bei mehr als 2.752 Punkten ein Hoch seit Januar 2001.
ORACLE RUTSCHEN TROTZ GUTER ZAHLEN AB
Hewlett-Packard mussten im Dow-Jones-Index mit minus 2,17 Prozent
auf 23,46 US-Dollar die größten Verluste hinnehmen. Der Computerkonzern krempelt
US-Medienberichten zufolge schon wieder sein Geschäft um. Und das nur sieben
Monate nach dem gescheiterten Radikal-Umbau des deutschen Chefs Léo Apotheker.
Diesmal sei der Plan, die Druckersparte in den PC-Bereich zu integrieren. Die
neue Konzernchefin Meg Whitman wolle damit wie angekündigt die
Unternehmensstruktur verschlanken. Im Rohstoffsektor verloren die Papiere des
Aluminiumkonzerns Alcoa 1,63 Prozent auf 10,27 Dollar,
Chevron sackten als Öltitel um 1,07 Prozent auf 107,91 Dollar ab.
Bester Wert in dem Leitindex waren dagegen die Aktien der Baumarktkette Home
Depot mit plus 0,83 Prozent.
Trotz überraschend starker Zahlen des Softwarekonzerns Oracle
rutschten die Aktien nach anfänglichen Gewinnen bis zum Handelsende mit 2,29
Prozent ins Minus auf 29,41 Dollar. Dabei hatte der SAP-Rivale mit
Gewinn und Umsatz im dritten Geschäftsquartal die Markterwartungen übertroffen.
Vor allem das starke Geschäft mit Unternehmenssoftware aber auch bei Datenbanken
habe die Ergebnisse angeschoben, hieß es. Auch die wichtigen Erlöse mit neuen
Softwarelizenzen hätten positiv überrascht.
SOLARWERTE UNTER DRUCK
Die Aktien des Solarunternehmens First Solar gaben 4,12 Prozent
auf 26,33 Dollar ab. Händlern zufolge belasteten überraschend niedrige
US-Strafzölle auf Produkte chinesischer Solarkonzerne den Sektor. So liegt der
Strafzoll für den weltweit größten Hersteller von Solarmodulen, Suntech, nach
Angaben der US-Regierung bei 2,9 Prozent und damit auf dem niedrigsten Satz.
Experten hatten mit Strafzahlungen von bis zu zehn Prozent gerechnet. Da die
Sätze relativ niedrig ausfallen, gehen Analysten nun davon, dass sie sich kaum
auf die Exporte chinesischer Hersteller auswirken. Die chinesische Suntech-Aktie
verlor dennoch 10,08 Prozent.
Indes sprangen Watson Pharmaceuticals um 8,82 Prozent auf 63,69
Dollar nach oben. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Corona will den
Schweizer Generikahersteller Actavis laut Medienberichten für 4,5 bis 5,5
Milliarden Euro kaufen. Kraft Foods gaben 0,10 Prozent auf
38,31 Dollar ab. Händler verwiesen auf Berichte, dass der Konzern seine
Nahrungsmittelsparte abspalten wolle./fat/ck
