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Börse Frankfurt

WDH/ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow erstmals seit Anfang Mai über 13.000

27.07.2012 22:42

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    NEW YORK (dpa-AFX) - Wachsende Hoffnungen auf ein Eingreifen der
Europäischen Zentralbank (EZB) haben den Dow Jones  am Freitag zum
ersten Mal seit Anfang Mai wieder über 13.000 Punkte getrieben. Der Index
kletterte zum Wall-Street-Schluss um 1,46 Prozent auf 13.075,66 Punkte und
gewann damit im Wochenvergleich 1,97 Prozent. Der marktbreite S&P 500-Index
 stieg am Freitag um 1,91 Prozent auf 1.385,97 Zähler. An der
Technologiebörse kletterte der Nasdaq Composite Index  um 2,24
Prozent auf 2.958,09 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100  rückte um
2,41 Prozent auf 2.647,03 Punkte vor.

    Zunächst hatten noch die Aussagen des EZB-Chefs Mario Draghi vom Vortag
nachgewirkt, alles Erforderliche unternehmen zu wollen, um den Euro zu sichern.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande
bekräftigten zudem in einer gemeinsamen Erklärung, den Euro mit allen Mitteln
schützen zu wollen. Für einen deutlichen Kurssprung sorgte dann eine Meldung zu
weiteren Plänen des EZB-Chefs Mario Draghi. Der Notenbanker habe neben
Anleihekäufen auch eine Zinssenkung und neue längerfristige
Refinanzierungsgeschäfte (LTRO) für Banken vorgeschlagen, hatte die
Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei Notenbankvertreter
berichtet. 

    Positive Signale kamen auch von der Konjunkturseite. Die US-Wirtschaft war
im zweiten Quartal etwas stärker als erwartet gewachsen. Zudem hatte sich das
von der Universität Michigan ermittelte US-Konsumklima im Juli weniger
eingetrübt als zunächst ermittelt.

FACEBOOK BRECHEN WEITER EIN, EXPEDIA STARK

    Mit Blick auf die laufende Quartalsberichtssaison gerieten die Aktien von
Facebook  stark unter Druck, nachdem das Unternehmen das erste Quartal
als börsennotierte Firma mit einem dicken Verlust beendet hatte. Die
galoppierenden Kosten hatten die Einnahmen mehr als aufgefressen. Zwar wächst
Facebook, aber nicht so rasant wie sich das mancher Anleger wünscht. Angesichts
dieser ungesunden Mischung brach der Kurs um mehr als elfeinhalb Prozent ein. 

    Freundlicher sah es bei anderen Technologiewerten aus. Die Aktien von Amazon
  stiegen um 7,91 Prozent. Der weltgrößte
Online-Einzelhändler hatte wegen hoher Investitionen in das Wachstum einen
deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet, beim Umsatz mit plus 29 Prozent aber
einen kräftigen Anstieg erzielt. Die Amgen-Titel   zogen um
5,83 Prozent an. Der Biotechnologiekonzern blickt nach einem überraschend gut
verlaufenen zweiten Quartal optimistischer auf das Gesamtjahr.

    Mit einem großen Abstand standen allerdings Expedia   an
der Spitze des Nasdaq 100. Sie sprangen um mehr als 20 Prozent nach oben. Das
Online-Reisebüro überzeugte den Markt mit einer Erhöhung der Gewinnprognosen für
das laufende Geschäftsjahr und einem überraschend starken Umsatzanstieg im
zweiten Quartal.

STARBUCKS LEIDET UNTER EUROKRISE, MERCK & CO SEHR FEST

    An das Ende des Auswahlindex für Technologiewerte rutschten hingegen
Starbucks   nach einer Senkung der Gewinnprognose für das
laufende vierte Geschäftsquartal. Sie verloren fast neuneinhalb Prozent. Die
Kaffeehauskette bekommt die Schuldenkrise zu spüren: Vor allem in Westeuropa
waren die Geschäfte zuletzt eher schlecht gelaufen. Nun drohen
Filialschließungen.

    Bei den im Dow gelisteten Unternehmen berichteten der Pharmakonzern Merck &
Co   und der Ölkonzern Chevron   über ihre
Geschäfte im abgelaufenen Quartal. Merck & Co hatte von der Nachfrage nach
seinen Diabetesmedikamenten profitiert und die Markterwartung beim bereinigten
Gewinn je Aktie übertroffen. Die Titel verteuerten sich um etwas mehr als vier
Prozent. Chevron gewannen unterdurchschnittliche 0,86 Prozent. Trotz eines
Gewinnrückgangs hatte der Ölmulti die Experten positiv überrascht. Alle dreißig
Dow-Werte legten zu./mis/he







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