'Wiwo': Russischer Atomkonzern Rosatom kauft Windradbauer Fuhrländer
05.08.2012 13:46
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DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom hat nach
einem Bericht der "WirtschaftsWoche" den traditionsreichen Windradbauer
Fuhrländer aus dem Westerwald übernommen. Rosatom sei über Tochterunternehmen in
die deutsche Windkraftbranche eingestiegen, berichtet die Wirtschaftszeitschrift
in ihrer neuen Ausgabe. Unternehmensgründer Joachim Fuhrländer habe seine
gesamten Anteile an ein Konsortium um den ukrainischen Metallkonzern
Energomaschspetsstal verkauft, der zum Rosatom-Konzern gehört. Die
russisch-ukrainischen Investoren halten dem Bericht zufolge nun knapp 80 Prozent
an Fuhrländer.
Mit dem gebürtigen Kasachen Maxim Jefimow und dem Kiewer Anwalt Gennadi
Molchanow seien bereits zwei Vertreter des neuen Eigentümers vom Amtsgericht als
Aufsichtsräte bestätigt worden, berichtet das Magazin. Vorstands-Chef Werner
Heer, der erst im Januar vom Industrienähmaschinenhersteller Dürrkopp-Adler
geholt worden war, müsse bis zum Jahresende seinen Stuhl räumen. Der
Sanierungsexperte soll durch einen Manager aus der Windbranche ersetzt werden.
Fuhrländer hatte laut Bericht den kleinen elterlichen Metallbaubetrieb zu
einem der größten Windradhersteller Deutschlands entwickelt. 2009 setzte er fast
250 Millionen Euro um, anschließend sank der Umsatz auf unter 200 Millionen Euro
bei Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe./irs/DP/zb
