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Börse Frankfurt

ROUNDUP: Schuldenkrise setzt Morgan Stanley zu

19.07.2012 17:35

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    NEW YORK (dpa-AFX) - Die Schuldenkrise hat der US-Investmentbank Morgan
Stanley   das Geschäft im zweiten Quartal verdorben. Angesichts
der neuerlichen Turbulenzen an den Kapitalmärkten brachen die Erträge
- die gesamten Einnahmen der Bank - im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast
ein Viertel auf knapp 7 Milliarden US-Dollar (5,7 Mrd Euro) ein. Unter dem
Strich blieb ein Gewinn von 564 Millionen Dollar übrig.

    Die Zahlen gab das Wall-Street-Haus am Donnerstag bekannt und löste damit
einen Kursrutsch aus. Annähernd 4 Prozent lag die Aktie zwischenzeitlich an der
New Yorker Börse im Minus. Die Börsianer hatten erwartet, dass sich Morgan
Stanley besser im trüben Umfeld behaupten könnte. Neben der europäischen
Schuldenkrise belasten auch die maue US-Konjunktur und Sorgen um die Wirtschaft
in Asien.

    Investmentbanken wie Morgan Stanley und Goldman Sachs  
erzielen ihre Einkünfte vor allem aus Geschäften am Kapitalmarkt, aus der
Beratung von Firmen etwa bei Börsengängen oder Fusionen und aus der
Vermögensverwaltung für reiche Kunden. Goldman hatte im gleichen Zeitraum gut
900 Millionen Dollar verdient. Dagegen strichen die Universalbanken wie JPMorgan
  Chase, die Bank of America   oder die
Citigroup   dank ihres Einlagen- und Kreditgeschäfts mit der
breiten Masse der Bevölkerung milliardenschwere Gewinne ein.

    Auf dem Papier sah das Ergebnis von Morgan Stanley allerdings deutlich
besser aus als im Vorjahr, als die Investmentbank einen Verlust von 558
Millionen Dollar verbuchte. Das lag damals aber an einer einmaligen Belastung
von 1,7 Milliarden Dollar durch ein Aktiengeschäft mit dem Großaktionär und
Partner Mitsubishi UFJ . Bereinigt um diesen Effekt lief es vor einem
Jahr für Morgan Stanley deutlich runder.

    Grund für das jetzige schwache Ergebnis waren insbesondere die gesunkenen
Erträge beim Handel mit Aktien und Anleihen. Auch der milliardenschwere
Börsengang von Facebook  , den Morgan Stanley maßgeblich
managte, half wenig. Im Gegenteil: Die vielen Probleme und der Absturz der
Facebook-Aktie seit dem Gang aufs Parkett bedeuteten einen erheblichen
Imageschaden. Die Banken reagieren auf die Probleme mit der Kürzung von Boni und
Stellenstreichungen./enl/das/DP/stw


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