| Marktplatzprinzip Wie funktioniert Börse? | ||
Börse ist nicht so abstrakt wie sie Neulingen erscheinen mag. Die Akteure nutzen eine Sprache, die zunächst vielleicht unverständlich klingt. Doch ist Börse nichts anderes als ein Marktplatz, wie ein Flohmarkt oder ein Gemüsemarkt, auf dem Händler ihre Waren anbieten und Kunden kaufen, was sie brauchen. ![]() Themen Stellen Sie sich vor, sie entdecken auf einem Flohmarkt etwas, das Sie schon lange suchen. Sie feilschen mit dem Verkäufer um den Preis – was ist der Gegenstand wert, was sind Sie bereit zu zahlen und was möchte der Verkäufer mindestens dafür haben? Wenn Sie sich einig geworden sind, zahlen Sie und können Ihren Schatz nach Hause tragen. Ähnlich läuft es auch an der Börse ab, nur mit einem kleinen Unterschied. Sie als Käufer treten nicht direkt mit dem Verkäufer in Verbindung. Das kann man sich ähnlich vorstellen, wie einen Gemüsegroßmarkt. Ebenso wie an der Börse treffen dort die eigentlichen Endverbraucher und Verkäufer selten direkt aufeinander. Der Erzeuger verkauft seine Waren an einen Großhändler, bei diesem beschafft sich ein Gemüsehändler seine Waren. Der Endverbraucher kauft wiederum beim Gemüsehändler ein. Die Börse handelt selbst nicht, genausowenig wie der Betreiber eines Großmarkts dort einen Stand hat. Sie stellt lediglich die Infrastruktur bereit. Übrigens: Die Marktplätze der Börse Frankfurt Börse, der Kassamarkthandel mit dem Frankfurter Präsenzhandel und dem vollelektronischen Börsenplatz Xetra® – gehören zu den größten Marktplätzen weltweit. Den Handel machen jedoch die Marktteilnehmer. Wird das ganze vollelektronisch abgewickelt, treten nicht einmal mehr die Makler direkt miteinander in Kontakt, sondern ein Computersystem gleicht die Kauf- und Verkaufswünsche miteinander ab. |